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Schwangerschaftsabbruch

Schwangerschaftsabbruch

 

Es war ein langer und harter Kampf, den 'frau' durchleben musste, bis sie über ihren eigenen Körper bestimmen durfte. Vor allem Staat und Kirche versuch(t)en, über die Fruchtbarkeit zu entscheiden. Der Staat will Soldaten, Arbeiter und Steuerzahler. Die Kirche will Seelen, Zahler und Abhängige.

Die Gründe für einen Abbruch sind vielfältig.
In früheren Jahrhunderten zwang die meist schlechte Wirtschaftslage die Kinderzahl klein zu halten, um die restlichen Familienangehörigen versorgen zu können. Andere Frauen kamen durch Gewaltakte oder Abhängigkeitsverhältnisse in die Lage ihr Kind nicht austragen zu wollen oder zu dürfen.

Wer kein Geld für den verbotenen Eingriff auftreiben oder keinen risikobereiten Arzt finden konnte, griff zur Selbsthilfe, etwa mit Stricknadeln, Holzsplittern, einem Treppensturz oder pflanzlichen Giftgemischen.
Schlugen alle Versuche fehl, die Schwangerschaft zu beenden, sah die Frau oft nur den Ausweg ihr Kind umzubringen oder in einem Findelhaus abzugeben.

 

 

link icon 6. September 1929: In Berlin wird das Agitationsstück 'Cyankali' von Friedrich Wolf uraufgeführt

Der damals 40-jährige Arzt Friedrich Wolf bekämpft den § 218.

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link icon Abtreibung in der Antike

In den antiken Kulturen war der Schwangerschaftsabbruch nicht verboten

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link icon Auch in Europa gibt es Abbruch-Verbote

In Portugal wurde der Abbruch nach einer Volksabstimmung legalisiert.

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link icon Das Wiener Gebär- und Findelhaus

Aufgrund fehlender Verhütungsmöglichkeiten waren noch im 19. Jahrhundert ungewollte Kinder sehr häufig und wurden in großer Zahl von Findelhäusern aufgenommen.

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link icon Die Fruchtabtreibung durch Gifte und andere Mittel

Mit ‚Die Fruchtabtreibung durch Gifte und andere Mittel’ schrieb Louis Lewin zu Anfang des 20. Jahrhunderts ein Standardwerk. Lewin gilt als Begründer der modernen Rausch- und Gewebegiftforschung.

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link icon Die Schande der unehelichen Geburt

Lehrlinge mussten die eheliche Geburt durch entsprechende Urkunden oder Zeugnisse nachweisen

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link icon Frau riskierte Kopf und Kragen
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link icon Interview mit Wilhelmine Halama am 1. Februar 2010 in den Räumen des MUVS

Schwangerschaftsabbrüche waren vor der Legalisierung häufig. Mein Arzt hatte einen guten Ruf, woraus ich schließen kann, dass ihn viele kannten.

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link icon Kanada zeigt es vor: Weniger Abbrüche, geringere Müttersterblichkeit

1988 wurde in Kanada das Gesetz zum Schwangerschaftsabbruch ersatzlos gestrichen.

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link icon Schwangerschaftsabbruch in der Illegalität

Nach wie vor müssen Frauen in Ländern, in denen der Schwangerschaftsabbruch verboten ist, zu drastischen und gefährlichen Methoden greifen, um eine ungewollte Schwangerschaft unterbrechen zu können. Aber auch in den meisten Ländern Europas war der Schwangerschaftsabbruch noch bis vor einigen wenigen Jahrzehnten illegalisiert; in einigen Länder, z.B. in Polen, ist der Abbruch noch heute illegal.

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link icon The Knitting Needle Bill

Mitte der 1970er-Jahre gab es in Neuseeland politische Bestrebungen, Abbrüche in privaten Kliniken zu verbieten und nur in öffentlichen Krankenhäusern zuzulassen.

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link icon Verboten oder erlaubt: Die Abbruchgesetzgebung unterliegt Wellenbewegungen
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link icon Verhütung, Abbruch und die katholische Kirche

Verhütung und Schwangerschaftsabbruch sind kontroverse Themen in der katholischen Kirche.

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